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Gemeinde Großerlach - Mit staatlich anerkanntem Erholungsort Grab

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Gemeinde & Wirtschaft | Geschichte | Glashütten

Glashütten

Die ehemaligen Glashütten der Gemeinde Großerlach

In früheren Zeiten waren die großen Waldflächen unserer Gegend mit ihren vielen unwegsamen, wilden, tiefeingeschnittenen Klingen, den engen Tälern und vielen Bächen oft nicht oder nur sehr schwer zugänglich. Das bedeutete für ihren Besitzer, dass die Wälder fast nutzlos waren, da das Holz nicht abtransportieren werden konnte. Der Mainhardter Wald bot seinerseits alles, was zur Glasherstellung nötig war - große Mengen Holz, Quarz (Sandstein), Asche und Fließwasser für die Stampfmühlen.

Die erste Glashütte auf dem Gebiet der heutigen Gemeinde Großerlach war im Fischbach (Mittelfischbach) und wurde 1568 von Hans Greiner, Sohn des Hüttmeisters von Glaslautem (Neulautem) gegründet. Sie bestand bis zum Jahre 1702. Bereits 1695 errichtete man in Neufürstenhütte, südlich der alten Fürstenhütte (1605 angelegt, Altfürstenhütte), eine neue Glashütte. 1771 wurde ihr Betrieb eingestellt.

Die Glashütte in Erlach wurde 1736 im Lämmerspacher Wald erbaut. Man nannte sie nach dem benachbarten Liemersbach, Gewand Lämmersbach, meist Lämmersbacher Hütte. Zunächst wurde hauptsächlich grünes Glas hergestellt. Mit Hilfe des aus einer Schwarzwälder Hütte zugezogenen Faktors Öchslin sollte aber die Herstellung von "Meisterglas und von allerhand Farben dergleichen bisher in hiesiger Gegend nicht zu haben gewesen", versucht werden. Die Hütte wurde mit 12 "Werkstätten betrieben, war aber 1781 recht baufällig und wurde 1789 von einem Sturm eingerissen. Von einem Wiederaufbau wurde zunächst abgesehen, weil "der einreißende Holzmangel ohnehin keine längere Existenz dieser Glashütte gestattet hätte." Trotzdem wurde sie aber noch 1804 neu aufgebaut und hat sich dann von allen Hütten unseres Gebietes am längsten gehalten. In Erlach waren etwa 100 Arbeiter beschäftigt. 1865 erwarb Kaufmann Rominger die Hütte und verlegte sie nach Zuffenhausen. Damit fand die Glasindustrie im Mainhardter Wald ihr Ende."

Hier im Mainhardter Wald stellte man hauptsächlich Gebrauchsglas her: Gläser, Flaschen, Fensterscheiben. Das Glas hatte meist einen Grünschimmer, sogenanntes Waldglas, was auf die spezielle Zusammensetzung (Holz und Quarz) zurückzuführen war.
1781 holte man den Hüttmeister Israel Oechslin aus dem Schwarzwald weil er besonders reines (weißes) Glas machen konnte. Sein Sohn Ferdinand Öchsle war der Erfinder der Öchsle-Waage (Aräometer): Damit kann man den Zuckergehalt von Obstsäften messen. Später wurde in Erlach hauptsächlich Apothekerware hergestellt. 1891 kaufte die Diakonie die Erlacher Glashütte. Es entstand die Arbeiterkolonie Erlach, die heutige Erlacher Höhe.

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